Leben hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit

„Leben hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit“ heißt eine Orientierungshilfe der GEKE zu lebensverkürzenden Maßnahmen und zur Sorge um Sterbende. Die Studie ist das Ergebnis eines intensiven Konsultationsprozesses der 105 GEKE-Kirchen in 30 Ländern auf der Grundlage eines Textes des Fachkreises Ethik der GEKE. Mit dem im Sommer 2011 vorgelegten Dokument bringen die evangelischen Kirchen in Europa ihre Position in die Diskussionen um einen würdigen Umgang mit dem Lebensende ein.

Die 104 Seiten starke Broschüre erörtert grundlegende Fragen des Sterbens im gesellschaftlichen, klinischen und juristischen Kontext. Aus theologischer und ethischer Sicht wird gefragt: Was ist das menschliche Leben? Worin liegt unsere moralische Verantwortung? Wie sensibel sind wir gegenüber dem Willen des Patienten? Dabei greift die Orientierungshilfe die zentralen medizinethischen Fragestellungen auf, etwa das Aussetzen lebensverlängernder Maßnahmen, die Palliativpflege, Tötung auf Verlangen und Beihilfe zur Selbsttötung.

Die Studie betont die Notwendigkeit, die sozialen, medizinischen und pflegerischen Rahmenbedingungen für ein würdiges Leben und Sterben zu verbessern. Dazu gehören ein Auf- und Ausbau von Hospizeinrichtungen und die Förderung der Palliativpflege in Theorie und Praxis.

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