3. Europäische Synodalenbegegnung

10.-12. März 2017, Bern

Was bedeutet Evangelisch zu sein im heutigen Europa, im Mit- und Nebeneinander der Weltreligionen? Was heißt „Kirche sein“ auch im Umgang mit der zunehmenden Gruppe von Menschen, die sich zu keiner Religionsgemeinschaft bekennen? Wie fühlt sich der Begriff „Diaspora“ an, wenn wir feststellen, dass eigentlich so gut wie keine Kirche in Europa  tatsächlich eine Mehrheit der Bevölkerung eines Landes bildet? Wie kann Gemeinschaft innerhalb unserer Europäischen Kirchengemeinschaft überhaupt gestaltet werden, auch in Hinblick auf die zunehmende Zahl der sogenannten Migrationskirchen in vielen europäischen Ländern? Pluralität als Herausforderung oder Chance? Und schließlich der Diskurs zu Fragen in der Ethik, vor allem in Bezug auf die neuesten Entwicklungen der Reproduktionsmedizin. – Mit diesen und noch viel mehr Fragen beschäftigten sich an die 100 Delegierten aus den Synoden der GEKE-Kirchen, die sich zur Dritten Europäischen Begegnungstagung im März 2017 in Bern trafen.

Die Einladung des Schweizer Evangelischen Kirchenbundes gemeinsam mit der Reformierten Kantonalkirche Bern-Jura-Solothurn hätte keinen besseren Ort wählen können als die Altstadt in Bern, wo sich auch einige Kirchen,  in nächster Nähe befanden. Es wäre schließlich keine GEKE-Tagung gewesen, wenn nicht das gottesdienstliche Element seinen prominenten Platz im Ablauf gehabt hätte: Bereits im  Eröffnungsgottesdienst wurde das Motto der Tagung „Evangelisch im Haus der Religionen“ mit dem Bibeltext „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“ aufgenommen und mit der Bedeutung auf die „offene Tür“ als wichtiges Element dargestellt.

Sie setzten mit ihrer Auseinandersetzung und Diskussion zu den erwähnten Themen, ein deutliches Zeichen, wie wichtig die Arbeit der GEKE genommen wird, die die erwähnten Kernfragen in Lehrgespräch, Expertengruppen und Fachkreisen bearbeitet.

Schon in der Eingangsphase wurde die Frage nach den Religionsgemeinschaften in unseren Herkunftsländern lebendig interaktiv reflektiert:

Im Hauptvortrag zum Konferenzthema unterstrich Prof. Dr. Bernhardt die Bedeutung von Begegnung und Dialog in Offenheit als Kennzeichen christlicher Identität, die uns verbindet.

Den Tagesabschluss bildete ein Abendgebet in der Methodistischen Kirche

Der Besuch im Haus der Religionen stellte für viele einen wichtigen Impuls dar: Es stellt als Ort lebendiger Religionsausübung von fünf Weltreligionen eine Einmaligkeit in Europa dar, und gleichzeitig nimmt es als Begegnungs-und Kulturzentrum einen besonderen Platz im Leben der Stadt Bern ein.

Die Workshops zu den erwähnten Fragen ermöglichten den wichtigen Austausch mit den Experten und Expertinnen, die für die GEKE arbeiten, und boten Auseinandersetzung zu den Oben erwähnten Fragen, die in den Herkunftskirchen der Synodalen behandelt wird sollen.

Ein weiteres kommunikatives Erlebnis stellte auch der Empfang der gastgebenden Kirchen im schönen Ambiente der Berner Altstadt.

Ein besonders stimmungsvolles Complet in der Französischen Kirche schloss den Abend ab

 

In dem Beschluss über eine Botschaft an den Rat der GEKE und an die GEKE Vollversammlung 2018 wurde noch einmal die Bedeutung der Begegnungstagungen von den Teilnehmenden unterstrichen und gleichzeitig die Einladung der Evangelischen Kirche in Baden mit Freude aufgenommen.

Der festliche Abendmahlsgottesdienst im Berner Münster mit der Predigt des GEKE-Ratspräsidenten Gottfried Locher rundete die Tagung ab, die sicher ein Ziel erreicht hatte, nämlich die Gemeinschaft der GEKE-Kirchen nach innen zu stärken.

 

Foto: SEK/Th. Flügge

 

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