Orthodoxe

2002: Im November 2002 trafen sich Vertreter der LKG und der orthodoxen Kirchen der KEK zu einer Konsultation auf Kreta. Gegenstand der Gespräche waren Fragen der Ekklesiologie. Ausgangspunkt bildete die LKG-Studie „Die Kirche Jesu Christi“ (KJC), mit der innerprotestantische ekklesiologische Fragestellungen behandelt und, aufbauend auf die Leuenberger Konkordie, ein mögliches Modell für eine kirchliche Einheit, die „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“, vorgestellt wurde.

Die KJC-Studie blickte bzgl. eines ökumenischen Gespräches dabei besonders auf die katholische Kirche. Der Untertitel „Der reformatorische Beitrag zum ökumenischen Gespräch über die Einheit der Kirche“ wurde jedoch zum Anlass, nun auch mit den orthodoxen Kirchen grundsätzliche Anfragen an die Studie und damit an das Verständnis der Kirche aus Sicht der Kirchen der Reformation und der Orthodoxie anzusprechen. Die Konsultation legte dabei wichtige Grundsteine der Verständigung. Die Ergebnisse wurden in einem Communiqué und im Band 8 der Reihe „Leuenberger Texte“ veröffentlicht.

2004-2006: Außerdem wurde aufgrund der ermutigenden Erfahrungen der ersten Konsultation ein zweites Treffen anberaumt, das vom 25. bis 27. Juni 2004 in der Lutherstadt Wittenberg veranstaltet wurde. Der in Utrecht tagende Exekutivausschuss der GEKE hat im Frühjahr 2005 auch dieses Ergebnis positiv aufgefasst und sich für eine weitere Konsultation 2006 ausgesprochen, um sich dann mit praktischen Themen wie der gegenseitigen Anerkennung der Taufe zu beschäftigen. Dieses Treffen fand vom 27. bis 30. April 2006 in Istanbul (am Sitz des Ökumenischen Patriarchen in Phanar) statt. Die Texte von Wittenberg 2004 und Phanar 2006 wurden als "Leuenberger Text 11" veröffentlicht.

2008: „Die Taufe im Leben unserer Kirchen“ lautete das Thema der vierten Konsultation, die vom 30. Oktober bis 2. November 2008 in Wien stattfand. In verschiedenen Referaten wurde das Thema seitens des orthodoxen und des evangelischen Taufverständnis aufgerollt. Die Konsultation endete mit einem gemeinsamen Communiqué, im welchem den Kirchen empfohlen wird, Schritte zu einer gegenseitigen Anerkennung der Taufe zu gehen, wo dies noch nicht geschehen ist. Die Texte aus Wien 2008 wurden als "Leuenberger Text 12" veröffentlicht.

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