Amt, Ordination und Episkopé nach evangelischem Verständnis

Zu den Kernfragen im ökumenischen Gespräch, aber auch in der Verwirklichung der Kirchengemeinschaft innerhalb der GEKE, zählt das Verständnis von Amt, Ordination und geistlicher Kirchenleitung (Episkopé). Die Thesen von Neuendettelsau (1982/86), die Tampere-Thesen (1986) und die Studie „Die Kirche Jesu Christi“ (1994) waren wichtige Etappen auf dem Weg zu einem Konsens. Auf Beschluss der Vollversammlung 2006 arbeitete eine vom Rat der GEKE eingesetzte Lehrgesprächsgruppe 2007-2010 an der Vertiefung und Entfaltung des gemeinsamen Verständnisses.

Das Dokument, das den Kirchen der GEKE im Sommer 2010 zur Stellungnahme vorgelegt und im Herbst 2011 überarbeitet wurde, bemüht sich um eine grundsätzliche Klärung des gemeinsamen Verständnisses des Amtes der öffentlichen Verkündigung im Kontext der Berufung des gesamten Volkes Gottes. Berücksichtigt wurden dabei die gegenwärtigen Herausforderungen an den Verkündigungsdienst und die unterschiedlichen Praktiken bei der Ordination. Ferner wurden, unter Berücksichtigung von neueren Dialogergebnissen wie den Dokumenten von Meißen, Porvoo und Reuilly, die unterschiedlichen Modelle zur Ausübung der Episkopé auf ihre Kompatibilität überprüft.

Nach Freigabe durch den Rat der GEKE wird das Dokument überarbeitet und der Vollversammlung 2012 vorgelegt.

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